Publizieren auf MENAdoc

Open-Access-Logo (Public Library of Science) Seit 2016 bietet der FID Wissenschaftler*innen die Möglichkeit an, selbstständig forschungsrelevante Texte zum Nahen Osten und der Islamwissenschaft als digitale Erst- oder Zweitveröffentlichung auf MENAdoc frei zugänglich zu veröffentlichen. An dieser Stelle finden Sie detaillierte Informationen zu Publikationsmöglichkeiten.

Sollten Sie Interesse an einer Zweitveröffentlichung auf MENAdoc haben, brauchen Sie nichts weiter zu tun, als uns eine Publikationsliste an menadoc@bibliothek.uni-halle.de zu schicken. Wir prüfen Ihre Liste im Sinne des Urheberrechts auf mögliche Zweitveröffentlichungen. Sowohl für die urheberrechtliche Prüfung als auch für eine mögliche Digitalisierung entstehen Ihnen keine Kosten.

Publikationsplattform für die MENA-Forschung

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Publikationsplattform für die MENA-Forschung

Einer der neuen Servicebereiche für die Wissenschaftler*innen, denen wir uns stellen möchten, bildet der Ausbau unseres Fachrepositorium MENAdoc zu einer Plattform, auf der Nahost- und Islamwissenschaftler*innen aus ganz Deutschland ihre Beiträge der letzten Jahr(zehnt)e im Open Access zweitveröffentlichen können. Gesetzlich geregelt ist die Option der Zweitveröffentlichung u.a. durch §38 Urheberrechtsgesetz.

Auf diese Weise sollen die vielen interessanten Beiträge, die häufig nur in Print in Festschriften, Sammel- und Konferenzbänden aber auch Zeitschriften erschienen sind, ein zweites Mal und diesmal im Open Access veröffentlicht und somit weltweit (gerade auch in den Ländern des Nahen Ostens) sichtbar, verfügbar und zitierbar gemacht werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass in einer von digitalen Informationen dominierten Welt wertvolle Beiträge dieser Art übersehen und zunehmend seltener zitiert werden.

Mehrwert von Zweitveröffentlichungen/grüner Weg des Open Access

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Mehrwert von Zweitveröffentlichungen/grüner Weg des Open Access

In den Gesprächen mit Vertreter*Innen der Fachcommunities, die in den letzten drei Jahren geführt werden konnten, wurde der Bedarf nach einer zentralen Plattform für die Islam- und Nahostwissenschaften sichtbar, über die noch urheberrechtsbewehrte Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre überregional zur Verfügung gestellt werden können. Im Bereich der Zweitveröffentlichung zeigt sich zudem, dass im Falle der Orientwissenschaften noch Aufklärungsbedarf vorhanden ist, da viele Autor/innen über die rechtliche Situation und den technischen Ablauf wenig informiert sind. Ein Grund dafür liegt unter anderem auch in dem Umstand, dass sich in den Orientwissenschaften der Fachdiskurs weiterhin zu einem erheblichen Anteil in Artikeln vollzieht, die in Sammelbänden publiziert werden und nicht so sehr in Fachzeitschriften, deren Zweitveröffentlichungsrichtlinien besser bekannt sind. Eine Stichprobe des Publikationsverhaltens von zehn ausgewählten Seminaren (durchgeführt im März 2018 für das Publikationsjahr 2016 anhand der auf den Institutsseiten veröffentlichten Publikationslisten) hat ergeben, dass das Verhältnis zwischen Artikeln in Sammelbänden zu Artikeln in Zeitschriften bei 2,3 : 1 liegt.

Zahlreiche Studien belegen, dass Open Access Artikel höhere Zitationsraten erreichen als Closed Access Publikationen. Dies wird mittlerweile als Open Access Citation Advantage bezeichnet (Siehe z.B. die großangelegte Studie von Piwowar et al. 2018). Während sich solche Studien vornehmlich auf Zeitschriftenaufsätze beziehen, läßt sich jedoch annehmen, dass ähnliche Wirkungen ebenfalls für zweitveröffentlichte Artikel aus Sammelbänden zu erreichen sind.

Der FID möchte die Wissenschaftler*innen unterstützen, von den Zweitveröffentlichungsrechten, die häufig unbekannterweise bestehen, Gebrauch zu machen. Dazu müssen Sie uns zunächst nur unverbindlich Ihre Veröffentlichungsliste senden. Wir würden diese auf urheberrechtliche Fragen hin prüfen und Ihnen mitteilen, welche Beiträge im OA zweitveröffentlicht werden können. Für die von Ihnen ausgewählten Publikationen können Sie den FID beauftragen ein PDF hochzuladen. Falls Sie über kein geeignetes PDF verfügen, haben wir die Möglichkeit bei Zweitveröffentlichungen, für die das Verlagslayout genutzt werden darf, eine Digitalisierung durch den FID zur Verfügung zu stellen. Sowohl für die urheberrechtliche Prüfung als auch für eine mögliche Digitalisierung entstehen Ihnen keine Kosten.

Vorteile der Publikation auf MENAdoc

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Vorteile der Publikation auf MENAdoc

Natürlich steht es jedem Wissenschaftler und jeder Wissenschaftlerin frei, die eigenen Beiträge auch auf anderen Repositorien oder Internetseiten zweitzuveröffentlichen. MENAdoc kann zusätzlich genutzt werden und bietet die Vorteile, dass

  1. die eingereichten Beiträge einen stabilen Permalink erhalten und somit dauerhaft zitierfähig sind,
  2. ein Katalogisat mit hochwertigen Metadaten erstellt und der Beitrag somit weltweit in Katalogen sichtbar gemacht wird,
  3. eine Kommerzialisierung der Plattform MENAdoc ausgeschlossen ist,
  4. MENAdoc Teil einer sich weiter entwickelnden technischen Infrastruktur der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt ist,
  5. eigene Webseiten eingerichtet werden können, auf der alle hochgeladenen Beiträge einer Person zu finden sind (Beispiel für personalisierte Bibliographie)

Wegweisendes Fachrepositorium im MENA Bereich

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Wegweisendes Fachrepositorium im MENA Bereich

Unser erklärtes Ziel ist der Ausbau des Fachrepositoriums MENAdoc zu einem in der deutschen Nahost- und Islamwissenschaft anerkanntem Werkzeug. Wir wollen Ihnen eine zentrale Plattform zur Verfügung stellen, über die Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse unter Nutzung der Zweitveröffentlichungsrechte weltweit Open Access zur Verfügung stellen, aber auch aktuelle Forschungsliteratur zentral suchen und finden können.

Wir hoffen damit, den wissenschaftlichen Austausch zwischen Ländern, in denen die Publikationen der deutschen Nahost- und Islamwissenschaft aus finanziellen Gründen oft selten nachgewiesen sind, und der hiesigen Forschung auf ein ganz neues Niveau zu heben.